Multiple Sklerose
Ratgeber für MS-Kranke
Musiktherapie nimmt MS-Patienten Angst und Depression
Für seine Studie zur Musiktherapie mit Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, erhält Dr. Wolfgang Schmid, Musiktherapeut am Institut für Musiktherapie der Universität Witten/Herdecke, den Forschungspreis zur Psychosomatik der MS.
Wesentlich für MS-Betroffene sowie für Betreuende ist, dass MS mit zunehmenden Einschränkungen einhergeht und nicht ursächlich geheilt werden kann. Betroffene ziehen sich häufig aus Scham über Gangstörungen o. ä. zurück und verlieren an Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Mit diesen psychosozialen Folgen der Erkrankung hat sich der Wittener Musiktherapeut in seiner Forschungsarbeit beschäftigt. Auf Grundlage einer kontrollierten Pilotstudie, die er in Zusammenarbeit mit anderen Experten durchgeführt hat, konnte Schmid zeigen, dass sich durch eine längerfristige musiktherapeutische Betreuung Ängste und Depressionen von Menschen mit MS deutlich verringern lassen und sich ihre Akzeptanz der verunsichernden Lebenssituation wesentlich verbessert.
In der Arbeit kommt Schmid zu dem Ergebnis, dass Menschen mit MS neben einer medizinischen und funktionalen Versorgung auch darüber hinausgehende soziale und emotionale Bedürfnisse haben und Musiktherapie als psychosoziale Intervention zur Verbesserung der psychischen und emotionalen Befindlichkeit von Menschen mit MS beiträgt und damit ihre Krankheitsbearbeitung maßgeblich unterstützen kann.
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